Die neue Lust am „Garteln“ hat in den letzten Jahren auch immer mehr Stadtbewohner – Männer wie Frauen- erfasst. Der Schrebergarten ist wieder ein Symbol für Gemütlichkeit und Ruhe und nicht zuletzt auch für die neue Rückbesinnung auf die Natur, die bescheidene Beschränkung auf das Wesentliche. Der Luxus des Minimalistischen hat im hektischen Alltag der großen Citys einen neuen Stellenwert bekommen. Den Garten gestaltet man nun wieder mit großem Aufwand und mit viel Kreativität und Hingabe. Dabei findet man immer mehr stilvolle und moderne Ideen – weitab von verkitschten Gartenzwergen und Deko- Kugeln.
Die Beleuchtung des Außenbereichs
Vor allem für den Bereich Gartenbeleuchtung gibt es ebenso schöne wie puristische Lösungen – das bedeutet allerdings nicht, dass diese nur wenig Geld und Aufwand erfordern. Besonders schön sind im Boden eingelassene Spots – diese wirken vor allem bei dunklem Bodenbelag sehr edel. Holzplanken aus dunklem Holz sind eine moderne Alternative zu den verschiedenen üblichen Fliesenbelägen bei Außenterassen. Spots sind eine besonders schöne Form der indirekten Beleuchtung und erzeugen genau jenes Licht, das man gemeinhin als „schmeichelnd“ bezeichnet. Leider sind gute Spots nicht gerade billig und auch ihre Installation sollte man Profis überlassen. Allerdings sind sie durch ihre tolle Wirkung im Außenbereich ihr Geld auf jeden Fall wert. Eine besonders kreative Form der Außenbeleuchtung – die gleichzeitig als Außenheizung fungiert – sind Echtstein- Kamine. Dabei handelt es sich um große Natursteine, die ausgehöhlt und mit einem Behälter für Brennstoff versehen werden. Da es sich um sehr harten Stein handelt, ist das Schneiden sehr aufwändig und bedarf einer speziellen Säge. Aus diesem Grund sind die Naturstein- Kamine relativ teuer.
Durch eine brennbare Flüssigkeit im Brennbehälter züngelt eine große, offene Flamme aus dem Naturstein – ein einfaches Prinzip, das jedoch optisch einiges hermacht. Ein Tipp am Rande: wer aus einer Gegend kommt, in der große Steine in der Natur vorkommen, der kann auch selbst einen passenden Stein suchen und diesen zum Natur- Kamin umfunktionieren lassen. Allerdings ist das genauso teuer wie einfach einen zu kaufen, da nicht die Steine die hohen Kosten verursachen sondern die komplizierte Bearbeitung.
Dekoration einmal anders
Manche schwören immer noch auf die guten, alten Gartenzwerge im Schrebergarten. Für viele haben die meist eher relativ hässlichen Fratzen der stoischen Garten- Bewohner mittlerweile auch eine Art Kult- Status erreicht. Nette Alternativen gibt es trotzdem. Besonders beliebt sind zum Beispiel Figuren aus Ton oder Stein. Besonders ideal sind diese Materialien, weil sie im Außenbereich zwar Spuren von der Witterung davontragen, diese aber meist zu einer schönen Optik beitragen. Während Deko aus diesen Materialien für draußen recht gut geeignet ist, sind viele Holzdeko- Stücke meist eher unpraktisch für den Außenbereich. Fürs Gemüse- oder Kräuterbeet sind auch Steine mit Gravur eine nette Möglichkeit, um die gesetzten Pflanzen eindeutig wieder zu erkennen.